Limit-Orders ermöglichen es Händlern, einen bestimmten Preis festzulegen, der als „Orderpreis“ bezeichnet wird. Im Gegensatz zu Market-Orders, die sofort zum aktuellen Marktpreis ausgeführt werden, erlauben Limit-Orders Händlern eine bessere Kontrolle über den Ein- oder Ausstiegspreis ihrer Positionen. Diese Kontrolle erfolgt jedoch auf Kosten der Ausführungsgarantie.
Limit-Orders können aus folgenden Gründen sofort ausgeführt werden:
1. Kauf-/Long-Order: Wenn der Orderpreis über dem besten Verkaufsangebot (dem niedrigsten Preis, zu dem Händler verkaufen möchten) liegt.
2. Verkaufs-/Short-Order: Wenn der Orderpreis unter dem besten Kaufangebot (dem höchsten Preis, zu dem Händler kaufen möchten) liegt.
Beispiel: Sofortige Ausführung einer Limit-Order
Betrachten wir folgendes Szenario: Ein Händler setzt eine Limit-Kauforder auf 69.000.
Das System verarbeitet dies wie folgt: Der beste Verkaufsangebotspreis im aktuellen Handelspreis beträgt 68.713,99.
Das System vergleicht gemäß dem Prinzip „niedriger Kauf, hoher Verkauf“ den Orderpreis (69.000) mit dem besten Verkaufsangebot (68.713,99).
Da 69.000 höher als 68.713,99 ist, bestimmt das System, dass die Order zum zu diesem Zeitpunkt niedrigeren Angebotspreis von 68.713,99 ausgeführt werden kann.
Die Order wird weiterhin zu 68.713,99 ausgeführt, bis die Vertragsmenge erfüllt ist oder der Preis 69.000 erreicht, je nachdem, was zuerst eintritt.
Dieser Mechanismus stellt sicher, dass Händler innerhalb ihres gesetzten Limits den bestmöglichen verfügbaren Preis erhalten, und wenn der Orderpreis günstiger als der aktuelle Marktpreis ist, kann die Order sofort ausgeführt werden.